Wie wir gut durch die Saison kommen. Mit den sinkenden Temperaturen steigen Husten- und Schnupfenerkrankungen.
Aus naturheilkundlicher Sicht gilt nun vor allem eines: die Balance zwischen Gelassenheit und vernünftiger Vorsicht.
Auch wenn belastbare Daten zu vielen Naturprodukten fehlen, greifen viele Menschen zu pflanzlichen Mitteln – nicht zuletzt, weil das Gefühl, „etwas für die Gesundheit zu tun“, psychoneuroimmunologisch stärken kann.
Zudem sammelt die Volksmedizin seit Jahrhunderten Erfahrungen, die sich nicht immer in Studien abbilden lassen.
Was hilft also wirklich?
1. Traditionelles Wissen nutzen:
Großeltern wissen oft erstaunlich gut, was bei Infekten guttut.
2. Bewegung, Schlaf und Licht:
Regelmäßige Aktivität, ausreichend Ruhe und Sonnenlicht stärken das Immunsystem nachweislich. Auch der Wald wirkt – entgegen mancher Vorurteile – keineswegs esoterisch, sondern beruhigend und regenerierend.
3. Innere Ruhe:
Gelassenheit, ob aus religiösen oder modernen „spirituellen“ Quellen, wirkt stabilisierend.
4. Sinnvolle Supplemente – sparsam dosiert:
Empfehlenswert sind Zink und Vitamin D, wobei ein moderater Blutspiegel ausreichend ist. Hohe Dosen können der Niere schaden. Vitamin C kann bei Erschöpfung helfen – Infusionen profitieren vor allem vom Placeboeffekt. Von Selen und anderen Antioxidantien raten Fachleute zunehmend ab, da zu hohe Werte Risiken bergen können.
5. Klassische Hausmittel:
Hühnersuppe, Kräutertees und viel warme Flüssigkeit tun gut, auch wenn wissenschaftliche Belege begrenzt sind. Sie befeuchten Schleimhäute und unterstützen die körpereigene Abwehr.
6. Ernährung:
Knoblauch, wärmende Gewürze und täglich mehrere Portionen Obst und Gemüse – besonders Äpfel und Zitrusfrüchte – liefern Vitamine und Ballaststoffe.
7. Nähe statt Rückzug:
Soziale Kontakte und Zärtlichkeit stärken nachweislich das Wohlbefinden – und sollten nicht aus Angst vor Ansteckung eingestellt werden.
Ein schlichtes, aber wirksames Präventionspaket bleibt zudem oft vernachlässigt: regelmäßiges Händewaschen und situationsangepasstes Maskentragen – unabhängig davon, ob die Regierung dazu aufruft.
Und am wichtigsten:
Nicht nur gesund bleiben – sondern gelassen.